Beaumont Klaviertrio

Andreas Engler, Benjamin Heim, Joyce-Carolyn Bahner
Kategorie

Klassik

Datum

25. Apr 2026

Kosten

25.00/15.00

UHRZEIT

20:00 UHR

Reservationen

sind möglich

Beschreibung

Künstler:

Andreas Engler, Violine – studierte in Bern und in Holland. Seit längerer Zeit beschäftigt er sich auch intensiv mit Jazz, Improvisation, Komposition, Arrangement und mit dem Tango

Benjamin Heim, Violoncello – studierte in Bern bei Conradin Brotbek (Master of Arts in Pedagogy und Performance). Weiterbildungen und Meisterkurse besuchte er bei Louise Hopkins, Benjamin Schmid, Peter Hörr, Pieter Wispelwey, Tomasz Strahl.

Joyce-Carolyn Bahner, Klavier – studierte an den Konservatorien Neuchâtel und Bern. Sie bildete sich in London kammermusikalisch bei Clifford Benson weiter und besuchte verschiedene Meisterkurse für Liedbegleitung (Gérard Wyss u.a.).

Programm:

Bedřich Smetana  (1824 – 1884) – Klaviertrio g-moll op. 15

Nur dreimal in seinem Leben hat Smetana die Form von Kammermusik benützt, wenn es ihm wichtig war, innerstes Erleben und Erleiden in Tönen auszudrücken. Zum ersten Male geschah das 1855 bei dem Tod seiner erst vierjährigen Tochter – er schrieb das Klaviertrio in g-moll, ein ausdrucksstarkes Werk von absolut persönlicher Haltung, trotz der hörbaren Verbundenheit mit Liszt und Schumann. Das Trio ist eine unmittelbare Reaktion auf dieses tragische Ereignis – das Leiden führte nicht nur zum ersten bedeutenden kammermusikalischen Werk des Komponisten, sondern stellt in seiner Dichte auch einen Höhepunkt in Smetanas Gesamtschaffen dar.

Diego Schissi (*1969) – Nene

ist ein argentinischer Komponist, Arrangeur und Pianist, 1969 in Buenos Aires geboren. Zu dieser Zeit begann der Tango in der Massenindustrie bereits mit Gleichgültigkeit behandelt zu werden. Die ursprüngliche Intuition, die Schissi in seiner Jugend hatte, als er mit der Hypothese arbeitete, dass die Sprache des Tangos noch immer ein fruchtbarer Boden für Erfindungen und Entdeckungen sei, ist nun, im Jahr 2026, eine unbestreitbare Tatsache. Ein brillanter Komponist und Interpret, der das Erbe von Piazzolla angetreten und den Tango weiter in den Bereich der hohen zeitgenössischen Kunst ausgedehnt hat. Nene, ein Auftragswerk für das Sibelius Piano Trio, wurde bei den 18. jährlichen Latin Grammy Awards als beste klassische zeitgenössische Komposition ausgezeichnet.

Vítězslav Novák (1870 – 1949) – Trio quasi una ballata d-moll op. 27

Nachdem er in seiner ersten Schaffensphase den Weg eines Romantikers gegangen war, wurde er in einer zweiten Periode stark angeregt von der mährischen und slowakischen Volksmusik. Charakteristisch für seine Tonsprache ist eine Neigung zu melancholischem Ausdruck, aber auch zu scharfen Kontrasten und zu ironischem, manchmal bitterem Humor. Novák selbst bezeichnete das Werk als Frucht des «schwärzesten Baudelair’schen Pessimismus»: «…meine alten Wunden (angeschlagenes Selbstbewusstsein) wurden wach…, ich fühlte mich sehr schlecht während der Arbeit an der Komposition …» Trotzdem überwiegt nicht die dunkle Stimmung. Der Titel quasi una ballata bezieht sich mehr auf den grossen erzählerischen Gestus und auf die starken Gefühlsschwankungen als auf etwas Autobiografisches.

Reservationen sind möglich per Mail an info@buchsikultur.ch

Veranstaltungsort

Oberdorfstrasse 6
3053 Münchenbuchsee

www.kige.ch

«Kultur fällt uns nicht wie eine reife Frucht in den Schoss. Der Baum muss gewissenhaft gepflegt werden, wenn er Frucht tragen soll.»
- ALBERT SCHWEITZER